Brandenburg- Im Osten von Deutschland

Brandenburg (sorbisch:Braniborska) ist ein Bundesland im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Potsdam. Brandenburg grenzt an Polen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen (auf einem kurzem Stück an der Elbe), Mecklenburg-Vorpommern und umschließt Berlin vollkommen.

Geografie
Typisch für Brandenburg ist die Ausrichtung sämtlicher Infrastruktur auf das inselförmig im Land gelegene Berlin. Rund um Berlin befinden sich die wohlhabendsten Städte und Dörfer ("Speckgürtel" Berlins), und bilden die Metropolregion Berlin/ Brandenburg. Hier wohnen auch viele Berliner, die es ins Grüne zog. In der Peripherie des Bundeslandes liegen dünn besiedelte und landwirtschaftlich geprägte Landstriche wie die Prignitz, der Fläming, der Spreewald, das Oderbruch, die Uckermark sowie die Lausitz (Niederlausitz). Rund um Cottbus im Südosten des Landes befindet sich mehrere Braunkohleabbaugebiete (Tagebau).

Land Brandenburg


Geschichte des Deutsches Reich,
Provinz Brandenburg - Preußen

Historisch bildete Brandenburg (zusammen mit Berlin) das Kernland Brandenburg-Preußens. Siehe hierzu auch Albrecht der Bär (Gründer der Mark Brandenburg 1157), Mark Brandenburg und Brandenburg (Provinz). 1945 wird die Provinz Mark Brandenburg gebildet. Diese besteht aus den Regierungsbezirken Potsdam und Frankfurt (Oder) der ehemaligen preußischen Provinz Brandenburg, allerdings ohne die gesamte Neumark östlich der Oder. 1947 erfolgt nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Brandenburg mit einer Größe von 27.612 km². 1952 wird im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und aufgeteilt in die drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Der Landkreis Perleberg fiel an den Bezirk Schwerin, die Landkreise Prenzlau und Templin an den Bezirk Neubrandenburg. Am 14. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg neu gegründet durch Zusammenlegung der DDR-Bezirksterritorien Cottbus (ohne die Kreise Hoyerswerda, Jessen und Weißwasser), Frankfurt (Oder) und Potsdam zuzüglich der Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin.
  • Hauptstadt:
  • Fläche:
  • Einwohner:
  • Bevölkerungsdichte:
  • Landeshymne:
  • Staatsform:
  • Schulden:
  • Schulden gesamt:
  • Arbeitslosenquote:
  • ISO 3166-2:
  • Offizielle Website:
  • Wappen von Brandenburg

    Wappen von Brandenburg

  • Potsdam
  • 29.477,16 km²
  • 2.567.220 (2004)
  • 87 Einwohner/km²
  • Märkische Heide
  • Gliedstaat der BRD
  • 6.360 € pro Einwohner
  • 16,5 Mrd. € (2002)
  • 18,4% (Juni 2005)
  • DE-BR
  • http://www.brandenburg.de/
  • Wappen und Flagge

    Nach der Brandenburgischen Verfassung ist der "rote märkische Adler auf weißem Feld" (Artikel 4) das Wappen des Landes Brandenburg.Die Landesflagge ist Rot-Weiß mit zentriertem Landeswappen. Den märkischen Adler und das Wappen aber gibt es jedoch schon lange. Bereits 1157 soll es das Wappen des Markgrafen von Brandenburg: Otto I., der Sohn Albrechts des Bären. gewesen sein. Nach der Wende entfernte man ihm seine früheren Beigaben (Schwert, Brustschild usw.), die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg Teil des Wappens waren.[

    Natur- und Kulturschutz in Brandenburg

    Die 15 Großschutzgebiete

    Der Naturschutz hat im Land Brandenburg eine hohe Priorität, im Jahre 2002 sind im Land 15 so genannte Großschutzgebiete ausgewiesen, darunter eines als Nationalpark, drei als Biosphärenreservat und 11 als Naturpark. Insgesamt nehmen die Großschutzgebiete rund ein Drittel der Landesfläche ein.


  • Biosphärenreservate und Naturparks sind Modellregionen, in denen die Entwicklung tragfähiger ressourcenschonender, sozial- und naturverträglicher Formen der Landnutzung, wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus, im Mittelgrund stehen. Als Biosphärenreservate eignen sich großflächig erhaltene Kulturlandschaften von internationaler Bedeutung, die eine hohe Repräsentanz für das norddeutsche Tiefland beziehungsweise Mitteleuropa aufweisen und sich in das Programmm "Man and Biosphäre" der UNESCO einfügen. Weltweit gibt es über 350 Biosphärenreservate.


  • Nationalparks dienen der Wiederherstellung einer möglichst naturnahen, ungenutzen Landschaft, die jedoch für den Tourismus erlebbar sein soll. Sie dienen dem Schutz von Tier- und Pflanzenarten, die auf großflächige Naturräume angewiesen sind. Nationalparks haben eine zentrale Bedeutung für die wissenschaftliche Forschung und Langzeitbeobachtung von Ökosystemen (Bio-Monitoring). Sie bestehen zu 100% aus Naturschutzgebieten.


  • Nationalpark Unteres Odertal (106 km2)
  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg (533 km2)
  • Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (1.291 km2)
  • Biosphärenreservat Spreewald (474 km2)
  • Naturpark Barnim (750 km2)
  • Naturpark Dahme-Heideseen (594 km2)
  • Naturpark Hoher Fläming (827 km2)
  • Naturpark Märkische Schweiz (204 km2)
  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (490 km2)
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken (580 km2)
  • Naturpark Nuthe-Nieplitz (623 km2)
  • Naturpark Schlaubetal (225 km2)
  • Naturpark Uckermärkische Seen (895 km2)
  • Naturpark Westhavelland (1.315 km2)
  • Naturpark Stechlinsee (1.080 km2)


  • UNESCO Welterbe in Brandenburg

    Sprache

    Abgesehen von Hochdeutsch werden größtenteils Dialekte des Mark-Brandenburgischen und des Berlin-Brandenburgischen gesprochen. Im Grenzgebiet zu Sachsen und Sachsen-Anhalt wird ferner Anhaltisch - ein Dialekt des Thüringisch-Obersächsischen gesprochen, das nah mit dem Hochdeutschen verwandt ist. In der brandenburgischen Lausitz spricht man Lausitzische Dialekte. Dieses und das in und im Umland von Berlin gesprochene ist dem Ostmitteldeutschen zuzurechnen. Im Barnim ist die Mundart Eberswalder Kanaldeutsch gebräuchlich.
    Des weiteren wird in einigen Teilen der Nieder- Lausitz sorbisch, welches eine slawische Sprache ist, gesprochen.